VergleichAktualisiert im Oktober 20267 Lösungen im Vergleich

13-Wochen-Liquiditätsplanung: 7 Tools im Vergleich

Transformance steht für die 13-Wochen-Liquiditätsplanung auf Platz 1: Es ist unser eigenes Produkt, und es prognostiziert mit CashPulse den Netto-Cashflow aus Debitoren- und Kreditorendaten, mit 90 bis 95 % Genauigkeit über 90 Tage. Sechs weitere Lösungen im Überblick.

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13-Wochen-Liquiditätsplanung: Worauf es 2026 ankommt

Eine 13-Wochen-Liquiditätsplanung zeigt Woche für Woche, wie sich Ihre liquiden Mittel in den nächsten rund 90 Tagen entwickeln. Sie arbeitet nach der direkten Methode: Es zählen tatsächliche Ein- und Auszahlungen, keine periodengerechten Abgrenzungen. Als rollierende Prognose rückt sie jede Woche um einen Schritt weiter. Wegen dieser wöchentlichen Granularität nutzen sie CFO und Treasury ebenso wie Banken, die Covenants überwachen. So erkennen Sie Engpässe, bevor sie zu Krisen werden, halten Covenants ein und entscheiden fundiert über Kreditlinien und Working Capital.

Leicht ist diese Aufgabe nicht. Die Liquiditätsprognose ist die am häufigsten genannte Herausforderung im Treasury: 49 % der Befragten nennen sie (AFP, 2026). Knapp vier von fünf Unternehmen in Westeuropa melden verspätete Zahlungen, und 52 % aller B2B-Transaktionen werden über Lieferantenkredit abgewickelt (Atradius, 2026). In Europa werden jedes Jahr 11 % der Umsätze verspätet an Unternehmen gezahlt; befragt wurden 9.150 Führungskräfte in 25 Ländern (Intrum, 2025).

Die Lösungen setzen an unterschiedlichen Stellen an und beziehen ihre Daten aus Planungsmodellen, aus Treasury-Systemen, aus der Buchhaltung oder direkt aus Debitoren- und Kreditorendaten. Diese Seite vergleicht sieben Lösungen und hilft Ihnen bei der Auswahl. Wie Sie das Modell selbst aufbauen, lesen Sie in unserer Anleitung mit kostenloser Vorlage.

CashPulse von Transformance prognostiziert den Cashflow mit 90 bis 95 % Genauigkeit über 90 Tage, bei Horizonten von 30, 90 und 365 Tagen (Transformance-Plattformdaten, 2026). Die erste 13-Wochen-Prognose steht bei Transformance nach zwei bis vier Wochen, der vollständige Rollout dauert bis zu acht Wochen (Transformance-Kundendaten, 2026).

Zusammenfassung

Unsere Empfehlung und die ersten zwei Alternativen von A bis Z

01

Netto-Cashflow-Prognose aus Debitoren- und Kreditorendaten, mit 90 bis 95 % Genauigkeit über 90 Tage und Konfidenzbandbreiten.

Mittelständische und große Unternehmen mit mehreren Gesellschaften und Währungen Zur Bewertung →
Alternative
Anaplan

Anaplan ist eine Plattform für vernetzte Planung, deren FP&A-Angebot Prognosen, Szenarien und die Verknüpfung von Ergebnisrechnung, Bilanz und Cashflow abdeckt.

Große Unternehmen mit eigenem FP&A-Team, die die Liquiditätsplanung in ein umfassendes Planungsmodell einbetten möchten. Zum Profil →
Alternative
Centime

Centime ist eine Fintech-Plattform, die Kreditoren, Debitoren, Cashflow-Prognose und Ausgabenmanagement bündelt und direkt im ERP arbeitet; sie erstellt einen 13-Wochen-Ausblick aus Kreditoren-, Debitoren- und Bankdaten.

Mittelständische Finanzteams mit NetSuite, Sage Intacct, QuickBooks oder Business Central. Zum Profil →

So haben wir bewertetSo ist dieses Ranking entstanden.

Transformance steht auf Platz 1: Es ist unser eigenes Produkt, und es prognostiziert mit CashPulse den Netto-Cashflow aus Debitoren- und Kreditorendaten, erreicht über 90 Tage 90 bis 95 % Genauigkeit und liefert die erste 13-Wochen-Prognose nach zwei bis vier Wochen. Alle übrigen Lösungen haben wir anhand derselben Kriterien aus öffentlichen Quellen betrachtet, Stand Oktober 2026. Die Alternativen sind alphabetisch sortiert; jede eignet sich gut für die Teams, die unter „Am besten geeignet für“ genannt sind.

Veröffentlicht von Transformance. Wir entwickeln CashPulse, das in diesem Vergleich enthalten ist. Die Angaben zu den übrigen Anbietern stammen aus öffentlichen Quellen, Stand Oktober 2026.

  • Prognosehorizont und Rhythmus: Welche Zeiträume die Lösung abdeckt und ob das 13-Wochen-Fenster wöchentlich weiterrückt.
  • Datenbasis: Woher die Zahlen stammen: aus Planungsmodellen, Buchhaltung, Bankkonten oder direkt aus Debitoren- und Kreditorendaten.
  • Detailtiefe der Einzahlungen: Wie detailliert sich Zahlungseingänge abbilden lassen, etwa nach Kundensegment oder Rechnung.
  • Szenarien: Wie sich Was-wäre-wenn-Rechnungen aufbauen und vergleichen lassen.
  • Anbindungen: Welche ERP-, Buchhaltungs- und Banksysteme angebunden werden können.
  • Bedienung und Zusammenarbeit: Wie Finanzteams das Modell pflegen und gemeinsam daran arbeiten.
01

Transformance CashPulse

CashPulse ist das Modul für die Liquiditätsprognose in der Order-to-Cash-Plattform von Transformance und prognostiziert den Netto-Cashflow aus Debitoren- und Kreditorendaten.

Am besten geeignet fürMittelständische und große Unternehmen mit mehreren Gesellschaften, Regionen und Währungen, die eine Netto-Cashflow-Prognose aus ihren eigenen Debitoren- und Kreditorendaten möchten, besonders in FMCG, Fertigung, MedTech und Chemie mit Währungs- oder Rohstoffrisiken.

Interaktive Demo

Stärken

  • Netto-Cashflow-Prognose aus Debitoren- und Kreditorendaten mit 90 bis 95 % Genauigkeit über 90 Tage
  • Erste 13-Wochen-Prognose nach zwei bis vier Wochen; über 20 Länder in einem Modell mit über 100 Einflussgrößen
  • Droht in einer Woche ein Engpass, löst Vero Eskalation, KI-Anrufe in über 70 Sprachen oder Mahnungen aus

Eckdaten

  • Schwerpunkt: Order-to-Cash-Plattform mit Modulen für Zahlungsabgleich, Forderungsmanagement, Abzugsmanagement und Liquiditätsprognose
  • Reichweite: Über 20 Länder in einem Modell, über 100 Einflussgrößen
  • ERP-Anbindung: SAP S/4HANA und ECC, Oracle, NetSuite und Dynamics
  • Einführung: Vollständiger Rollout in bis zu acht Wochen; erste 13-Wochen-Prognose in zwei bis vier Wochen

CashPulse prognostiziert die Debitorenseite auf Rechnungsebene anhand des Zahlungsverhaltens jedes Kunden. Die Kreditorenseite leitet es aus Verträgen, Gehaltsabrechnungen, Steuerterminen und verbindlichen Bestellungen ab. Jede Gesellschaft und jede Region erhält eine Prognose aus ihren eigenen Daten statt eines globalen Durchschnitts. Das Ergebnis ist eine Netto-Liquiditätskurve mit Konfidenzbandbreiten, an der Sie ablesen, welche Faktoren die Prognose bewegt haben.

Vero hält Zahlungsmuster, gebrochene Zusagen und saisonales Verhalten jedes Kunden in Customer 360 fest; so lernt die Prognose mit jedem Zahlungszyklus dazu. Zeigt die Prognose für eine Woche einen Liquiditätsengpass, kann Vero direkt handeln und eine Eskalation im Forderungsmanagement, KI-Anrufe in über 70 Sprachen oder Mahnungen auslösen. CashPulse teilt sich Customer 360 mit Zahlungsabgleich, Forderungsmanagement und Abzugsmanagement, sodass abgeglichene Zahlungen, Klärungsfälle und Zahlungszusagen in die Prognose einfließen.

Vero ist der Agent der Plattform und setzt auf Customer 360 auf, einen Datengraphen je Kunde. Für Freigaben gilt ein vierstufiges Modell, bei dem ein Mensch ERP-Buchungen prüft und freigibt. Der Betrieb ist in der VPC des Kunden möglich, mit SSO/SAML, Rollenrechten und vollständigem Audit-Trail.

Preise

Transformance veröffentlicht keine Listenpreise; die Preise richten sich nach Volumen und Modulen. Für ein Angebot buchen Sie einen Termin.

Die Alternativen und ihr Einsatzbereich

Anaplan

Anaplan ist eine Plattform für vernetzte Planung, deren FP&A-Angebot Prognosen, Szenarien und die Verknüpfung von Ergebnisrechnung, Bilanz und Cashflow abdeckt.

Am besten geeignet fürGroße Unternehmen mit eigenem FP&A-Team, die die Liquiditätsplanung in ein umfassendes Planungsmodell einbetten möchten.

Stärken

  • Tages-, Wochen- und Monatsdaten lassen sich in einem Modell über Zeithierarchien abbilden
  • Verknüpft Ergebnisrechnung, Bilanz und Cashflow-Prognose in einem Modell
  • Szenariomodellierung innerhalb der vernetzten Planung

Eckdaten

  • Schwerpunkt: Vernetzte Planung und FP&A

Anaplan führt Unternehmensplanung in einem gemeinsamen Modell zusammen. Die Liquiditätsplanung lässt sich dort mit Finanz-, Vertriebs- und Lieferkettenplanung in einem Modell verbinden.

Preise

Siehe Website des Anbieters.

Centime

Centime ist eine Fintech-Plattform, die Kreditoren, Debitoren, Cashflow-Prognose und Ausgabenmanagement bündelt und direkt im ERP arbeitet; sie erstellt einen 13-Wochen-Ausblick aus Kreditoren-, Debitoren- und Bankdaten.

Am besten geeignet fürMittelständische Finanzteams mit NetSuite, Sage Intacct, QuickBooks oder Business Central.

Stärken

  • 13-Wochen-Ausblick aus Kreditoren-, Debitoren- und Bankdaten
  • Cash Forecasting Workbench für Basis- und Szenariomodelle
  • Läuft eingebettet in QuickBooks, Dynamics Business Central, NetSuite und Sage Intacct

Eckdaten

  • Hauptsitz: Boston, Massachusetts, USA
  • Schwerpunkt: Kreditoren, Debitoren und Cashflow-Prognose im ERP

Centime führt Kreditoren, Debitoren und Liquiditätsprognose in einer Plattform zusammen. Dadurch sehen Mittelstandsteams ihr Working Capital an einer Stelle.

Preise

Siehe Website des Anbieters.

Float

Float ist eine Software für die Cashflow-Prognose mit Live-Anbindung an Xero und QuickBooks Online, Konsolidierung mehrerer Gesellschaften sowie rollierenden 13-Wochen- und Monatsansichten.

Am besten geeignet fürKleine und mittlere Unternehmen sowie Steuer- und Buchhaltungsbüros, die mit Xero oder QuickBooks arbeiten.

Stärken

  • Live-Synchronisation mit Xero und QuickBooks Online
  • Konsolidierung mehrerer Gesellschaften und rollenbasierte Berechtigungen
  • Prognose nach der direkten Methode aus abgestimmten Kontoständen, mit rollierender 13-Wochen-Ansicht

Eckdaten

  • Hauptsitz: Edinburgh, Vereinigtes Königreich
  • Schwerpunkt: Cashflow-Prognose für kleine und mittlere Unternehmen

Float wird direkt an die Buchhaltungssoftware angebunden und zeigt die Liquidität in rollierenden Ansichten.

Preise

Siehe Website des Anbieters.

Kyriba

Kyriba ist eine Treasury- und Liquiditätsplattform; das Modul Advanced Liquidity Planning deckt die operative Tagesplanung, rollierende 13-Wochen-Prognosen und die längerfristige Planung ab.

Am besten geeignet fürTreasury-Teams, die Bankanbindung und Liquiditätsplanung in einer Suite bündeln möchten.

Stärken

  • Sicht auf mehrere Horizonte: tägliche und wöchentliche Planung, rollierende 13-Wochen-Prognosen und längerfristige Planung
  • Führt Daten aus ERP, Kontoauszügen, Debitoren, Kreditoren und Excel- oder CSV-Dateien zusammen
  • Abweichungsanalyse zwischen Prognose und Ist-Werten

Eckdaten

  • Hauptsitz: San Diego, Kalifornien, USA
  • Schwerpunkt: Treasury und Liquiditätsplanung

Kyriba bietet die rollierende 13-Wochen-Prognose als Teil seiner Liquiditätsplanung an. Die Plattform verbindet sie mit Cash-Management und Bankanbindung.

Preise

Siehe Website des Anbieters.

Pigment

Pigment ist eine Plattform für integrierte Unternehmensplanung mit agentischer KI für FP&A und Konsolidierung sowie Lieferketten-, Vertriebs- und Personalplanung.

Am besten geeignet fürFinanzteams, die eine gemeinsame Planungsplattform für mehrere Funktionen einsetzen möchten.

Stärken

  • Bindet ERP, CRM, HR-Systeme, Data Lakes und Tabellenkalkulationen an
  • Deckt FP&A, Lieferketten-, Vertriebs- und Personalplanung auf einer Plattform ab
  • Integrierte Unternehmensplanung mit agentischer KI

Eckdaten

  • Schwerpunkt: Integrierte Unternehmensplanung

Pigment richtet sich an Teams, die Planung über Abteilungen hinweg auf einer Plattform bündeln. Die Liquiditätsplanung lässt sich dort mit Finanz-, Vertriebs- und Lieferkettenplanung verbinden.

Preise

Siehe Website des Anbieters.

Workday Adaptive Planning

Adaptive Planning (Adaptive from Workday) ist ein FP&A-Produkt mit Szenarioplanung, das die Cashflow-Prognose mit Ergebnisrechnung und Bilanz verbindet.

Am besten geeignet fürWorkday-Kunden und FP&A-Teams, die Cashflow gemeinsam mit Ergebnisrechnung und Bilanz modellieren.

Stärken

  • Mehrere Szenarien anlegen und den Cashflow über alle Szenarien hinweg prognostizieren
  • Ist-Werte fließen automatisch in den Plan ein
  • Integrierte Modellierung von Ergebnisrechnung, Bilanz und Cashflow

Eckdaten

  • Hauptsitz: Pleasanton, Kalifornien, USA (Workday)
  • Schwerpunkt: FP&A-Planung mit Szenarien

Adaptive Planning gehört zur Finanzplattform von Workday. Die Szenarioplanung erlaubt es, Annahmen zu variieren und die Wirkung auf den Cashflow nebeneinander zu betrachten.

Preise

Siehe Website des Anbieters.

Unsere Empfehlung und die Alternativen auf einen Blick

Zuerst unsere Empfehlung, danach die Alternativen in alphabetischer Reihenfolge, jeweils mit dem Einsatzbereich, für den sich die Lösung eignet.

  • Transformance CashPulse: Netto-Cashflow-Prognose aus Debitoren- und Kreditorendaten mit 90 bis 95 % Genauigkeit über 90 Tage. Am besten geeignet für: Mittelstand und Großunternehmen mit mehreren Gesellschaften
  • Anaplan: Vernetzte Planung, die Ergebnisrechnung, Bilanz und Cashflow in einem Modell verknüpft. Am besten geeignet für: Große Unternehmen mit FP&A-Team
  • Centime: Kreditoren, Debitoren und Cashflow-Prognose im ERP, mit 13-Wochen-Ausblick. Am besten geeignet für: Mittelstand mit NetSuite, Sage Intacct, QuickBooks oder Business Central
  • Float: Cashflow-Prognose mit Live-Anbindung an Xero und QuickBooks Online. Am besten geeignet für: Kleine und mittlere Unternehmen, Buchhaltungsbüros
  • Kyriba: Treasury-Plattform mit rollierenden 13-Wochen-Prognosen und Bankanbindung. Am besten geeignet für: Treasury-Teams
  • Pigment: Integrierte Planungsplattform für FP&A, Lieferkette, Vertrieb und Personal. Am besten geeignet für: Teams mit funktionsübergreifender Planung
  • Workday Adaptive Planning: FP&A-Planung mit Szenarien und automatisch einfließenden Ist-Werten. Am besten geeignet für: Workday-Kunden und FP&A-Teams
So treffen Sie die richtige Wahl

Was ist eine 13-Wochen-Liquiditätsplanung?

Die 13-Wochen-Liquiditätsplanung (auch 13WCF oder TWCF genannt) ist eine kurzfristige, rollierende Vorschau. Sie bildet die erwarteten Zahlungseingänge und -ausgänge Woche für Woche über 13 Wochen ab. Finanzverantwortliche erkennen damit Liquiditätslücken früh, planen den Zeitpunkt von Investitionen und belegen gegenüber Banken, dass Covenants eingehalten werden.

Ausführlich erklärt das der Beitrag 13-Wochen-Liquiditätsplanung: Was Finanzteams wissen müssen. Wie Sie Prognosen aus offenen Posten ableiten, zeigt der Leitfaden zur Cashflow-Prognose aus Debitoren.

Warum liegen viele 13-Wochen-Planungen daneben?

Nach der AFP Treasury Benchmarking Survey 2026 ist die Cash- und Liquiditätsprognose die am häufigsten genannte Herausforderung im Treasury. Aus unserer Sicht liegt die Ursache häufig nicht in der Berechnung, sondern in den Eingangsdaten. Mehr dazu in unserem Beitrag Warum sind Cashflow-Prognosen so oft ungenau?. Typische Stolpersteine:

  • Unverarbeitete Debitorendaten: Zahlungsavise liegen in E-Mail-Postfächern, Abzüge sind nicht klassifiziert, und die Prognose behandelt auch strittige Rechnungen als „erwartet“.
  • Manuelle Aktualisierung: Bis ein Analyst die Tabelle am Montag aktualisiert hat, hat sich die Liquiditätslage längst verschoben.
  • Kategoriedurchschnitte: Wer „Forderungseinzug“ als eine Zeile plant, übersieht, dass die zehn größten Kunden nach ganz unterschiedlichen Rhythmen zahlen.
  • Fehlende Rückkopplung: Niemand gleicht die Prognose der ersten Woche so mit den Ist-Werten ab, dass die Vorhersage der zweiten Woche besser wird.

Wie verbessert KI die Genauigkeit der 13-Wochen-Liquiditätsplanung?

KI-gestützte Verfahren sagen den Zahlungszeitpunkt für jede einzelne Rechnung voraus, statt über Kategorien zu mitteln. Eine Planung mit Durchschnittswerten schätzt den Forderungseinzug als einen Wochenwert aus der historischen Debitorenlaufzeit. Ein Ansatz auf Rechnungsebene, wie ihn Machine Learning ermöglicht, stützt sich dagegen auf drei Signale:

  • Zahlungshistorie des Kunden: Kunde A zahlt im Schnitt am Tag 32, im vierten Quartal aber regelmäßig später. Kunde B zahlt früher, wenn Sie 2 % Skonto anbieten.
  • Aktueller Debitorenstatus: Drei Rechnungen eines Kunden sind in Klärung, für zwei liegt eine Zahlungszusage vor, eine wurde gerade per Zahlungsavis im Zahlungsabgleich zugeordnet.
  • Saisonale Muster: Ein Kundensegment verschiebt Zahlungen im März regelmäßig um fünf Tage.

Das Ergebnis ist eine Prognose, die auf Signalen beruht statt auf Annahmen, und die sich im Tagesverlauf mit den Daten aus Zahlungsabgleich und Forderungsmanagement aktualisiert.

Welcher Ansatz passt zu welchem Team?

Die sieben Lösungen gehen die 13-Wochen-Planung aus unterschiedlichen Richtungen an. Welche zu Ihnen passt, hängt von Ihrer Datenlage und Ihren Anforderungen ab:

  • Prognose aus Debitoren- und Kreditorendaten: Transformance CashPulse prognostiziert aus den Debitoren- und Kreditorendaten der Order-to-Cash-Plattform.
  • Planungsplattformen: Anaplan, Pigment und Workday Adaptive Planning betten die Liquiditätsplanung in die übergreifende Unternehmensplanung ein.
  • Treasury-Suiten: Kyriba verbindet die Liquiditätsplanung mit Cash-Management, Bankanbindung und Debitoren- und Kreditorendaten.
  • Buchhaltungsnahe Tools: Centime richtet sich an mittelständische Finanzteams, Float an kleine und mittlere Unternehmen; beide arbeiten eng mit dem Buchhaltungs- beziehungsweise ERP-System zusammen und nutzen unter anderem Debitoren- und Kreditorendaten.

Wenn Sie mehrere Gesellschaften steuern, hilft zusätzlich der Beitrag zur Liquiditätsplanung im Konzern. Einen ersten Eindruck vermittelt unser Liquiditätsplanungs-Tool.

5 Schritte zu einer belastbaren 13-Wochen-Liquiditätsplanung

Ob Tabellenkalkulation oder Unternehmensplattform, diese Schritte gelten in jedem Fall:

  1. Mit einem abgestimmten Kontostand beginnen. Prüfen Sie den Anfangsbestand gegen die Kontoauszüge, sonst ist jede weitere Woche verfälscht.
  2. Zahlungseingänge so detailliert wie möglich erfassen. Idealerweise Rechnung für Rechnung, mindestens aber nach Kundensegmenten mit unterschiedlichem Zahlungsverhalten.
  3. Auszahlungen nach Planbarkeit ordnen. Löhne und Miete lassen sich gut planen, Lieferantenzahlungen und Steuern schwanken. Trennen Sie beides, damit die Abweichungsanalyse aussagekräftig bleibt.
  4. Das rollierende Fenster automatisieren. Jede Woche fällt die abgeschlossene Woche heraus und eine neue Woche 13 kommt hinzu.
  5. Prognose und Ist-Werte wöchentlich abgleichen. Spielen Sie die Abweichungen ins Modell zurück, damit die Prognose mit jedem Zyklus besser wird.

Welche Zeilen gehören in eine 13-Wochen-Liquiditätsplanung?

Der Grundaufbau besteht aus vier Blöcken je Kalenderwoche:

  • Anfangsbestand der liquiden Mittel
  • Erwartete Einzahlungen aus offenen Rechnungen und Umsatzerwartung
  • Geplante Auszahlungen für Gehälter, Miete, Lieferanten und Steuern
  • Netto-Cashflow und Endbestand

Besonders wichtig ist die Qualität der Einzahlungsseite, denn Zahlungseingänge streuen am stärksten. Hilfreiche Hintergründe liefern die Glossareinträge zur Cashflow-Prognose und zur indirekten Methode.

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Häufige Fragen

Was Sie vor der Auswahl wissen sollten

Welche Software zur Cashflow-Prognose eignet sich für Großunternehmen?

Für Großunternehmen, die den Netto-Cashflow aus Debitoren- und Kreditorendaten prognostizieren wollen, steht Transformance in dieser Liste auf Platz 1: Es ist unser eigenes Produkt, und es liefert mit CashPulse Konfidenzbandbreiten und erreicht 90 bis 95 % Genauigkeit über 90 Tage. Anaplan, Pigment und Workday Adaptive Planning eignen sich, wenn die Liquiditätsplanung Teil einer umfassenden FP&A-Plattform sein soll, Kyriba für Teams mit Fokus auf Treasury und Bankanbindung.

Wie erstellt man eine rollierende 13-Wochen-Liquiditätsplanung?

Beginnen Sie mit einem abgestimmten Anfangsbestand und planen Sie dann die wöchentlichen Ein- und Auszahlungen nach der direkten Methode. Gliedern Sie die Zahlungseingänge nach Kundensegmenten mit unterschiedlichen Zahlungsmustern, statt einen einzelnen DSO-Durchschnitt anzusetzen. Automatisieren Sie das rollierende Fenster, sodass in jedem Zyklus die erste Woche herausfällt und eine neue Woche 13 hinzukommt, und gleichen Sie die Prognose wöchentlich mit den Ist-Werten ab. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung bietet der Beitrag 13-Wochen-Liquiditätsplanung erstellen (mit Vorlage).

Warum sind Cashflow-Prognosen oft ungenau?

Eine häufige Ursache sind veraltete oder unverarbeitete Debitorendaten. Liegen Zahlungsavise unabgeglichen im Postfach und bleiben Abzüge unklassifiziert, behandelt die Prognose strittige Rechnungen als erwartete Zahlungseingänge. Die Genauigkeit leidet, wenn Zahlungseingänge und Abzüge noch nicht abgeglichen sind. Nach der AFP Treasury Benchmarking Survey 2026 ist die Liquiditätsprognose die am häufigsten genannte Herausforderung im Treasury.

Was versteht man unter einer Zahlungsprognose auf Rechnungsebene?

Sie sagt für jede einzelne offene Rechnung voraus, wann sie bezahlt wird, statt die gesamten Zahlungseingänge als Kategoriedurchschnitt zu schätzen. Grundlage sind die Zahlungshistorie des Kunden, der Klärungsstatus, die Mahnaktivitäten und saisonale Muster. Jeder offene Posten erhält so ein erwartetes Zahlungsdatum.

Worin unterscheidet sich eine 13-Wochen-Liquiditätsplanung von einer Monatsprognose?

Die 13-Wochen-Planung arbeitet mit wöchentlichen Zeitfenstern und der direkten Methode, also mit tatsächlichen Zahlungseingängen und -ausgängen. Monatsprognosen nutzen meist die indirekte Methode, die beim Nettoergebnis ansetzt, und zeigen Liquiditätslücken innerhalb eines Monats weniger deutlich. Wegen der wöchentlichen Granularität ist die 13-Wochen-Planung ein gängiges Instrument für die Einhaltung von Covenants und das kurzfristige Liquiditätsmanagement.

Welche Zeilen gehören in eine 13-Wochen-Liquiditätsplanung?

Vier Blöcke je Kalenderwoche: Anfangsbestand, erwartete Einzahlungen, geplante Auszahlungen sowie Netto-Cashflow und Endbestand. Details finden Sie im Abschnitt zu den Zeilen oben.

Was ist der Unterschied zwischen Liquiditätsplanung und Cashflow-Prognose?

Die Cashflow-Prognose sagt voraus, welche Ein- und Auszahlungen wann zu erwarten sind. Die Liquiditätsplanung baut darauf auf: Sie plant Kontostände, macht Engpässe je Kalenderwoche sichtbar und stützt Entscheidungen zu Kreditlinien oder Anlagen. Eine gute 13-Wochen-Planung verbindet beides, rollierend und wöchentlich aktualisiert.

Wie schnell lässt sich Transformance CashPulse einführen?

Die erste 13-Wochen-Prognose steht nach zwei bis vier Wochen, der vollständige Rollout dauert bis zu acht Wochen. CashPulse setzt auf Ihr ERP-System auf, darunter SAP S/4HANA und ECC, Oracle, NetSuite und Dynamics. Den Einstieg bildet meist ein Pilot mit einer Gesellschaft; im Gespräch klären wir den Ablauf für Ihr Unternehmen. Termin buchen.

Veröffentlicht von Transformance. Wir entwickeln CashPulse, das in diesem Vergleich enthalten ist.

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