Wann täuscht die DSO, und welche Kennzahl hilft stattdessen?

Die DSO teilt Forderungen durch Umsatz: Ein Umsatzsprung kann sie um 3 Tage senken, während die überfälligen Rechnungen um 20 % wachsen. Die DSO zeigt den Trend, Best Possible DSO die Zahlungsziele, ADD den Verzug, CEI den Einzugserfolg und die Altersstruktur das Risiko.
Resin prism splitting white light into colored bands, visualizing how DSO decomposes into multiple revealing AR metrics

Das Wichtigste in Kürze

  • Die DSO bewegt sich, sobald sich Umsatz, Zahlungsziele oder Kundenmix ändern. Allein zeigt sie deshalb nicht, ob Kunden später gezahlt haben.
  • Die Best Possible DSO zählt nur Forderungen, die noch nicht fällig sind. Average Days Delinquent (ADD), die durchschnittliche Überfälligkeitsdauer, ist DSO minus Best Possible DSO: der Verzug, den Ihre Zahlungsziele nicht erklären.
  • Der Collection Effectiveness Index (CEI) misst, welcher Anteil der einziehbaren Forderungen tatsächlich eingegangen ist. Ein Umsatzsprung oder Umsatzeinbruch verschiebt ihn nicht.
  • In unserem Rechenbeispiel (illustrativ, in Euro) senkt ein Umsatzsprung von 50 % die DSO von 45 auf 42 Tage. Gleichzeitig fällt der CEI von 66,7 % auf 60,0 %, und die überfälligen Beträge steigen um 0,3 Mio. €.
  • Zahlungen, die eingegangen, aber nicht zugeordnet sind, lassen Rechnungen offen und überfällig erscheinen. Bauen Sie den Rückstand an ungeklärten Zahlungseingängen ab, bevor Sie einer dieser Kennzahlen trauen.

In diesem Artikel

Wann täuscht die DSO, und wann helfen CEI, ADD oder Best Possible DSO?

Die DSO täuscht immer dann, wenn sich Umsatz, Zahlungsziele oder Kundenmix ändern, denn sie teilt Forderungen durch Umsatz. Best Possible DSO, ADD, CEI und Altersstruktur zeigen Zahlungsziele, Verzug und Einzugserfolg getrennt.

Welche Kennzahl was zeigt und wann sie täuscht

KennzahlZeigtTäuscht, wennFormel
DSODurchschnittliche Tage, bis Forderungen zu Geld werden (Trend)Umsatzsprung oder Umsatzeinbruch, neue Zahlungsziele oder neuer Kundenmix, Barverkäufe in der Basis, SaisonalitätForderungsbestand am Periodenende x Tage / Umsatz auf Ziel
Best Possible DSODSO ohne Verzug: was Ihre Zahlungsziele zulassenZahlungsziele je Kunde verschieden; Umsatzschwankungen bewegen sie trotzdemNoch nicht fällige Forderungen x Tage / Umsatz auf Ziel
Average Days Delinquent (ADD)Durchschnittlicher Verzug über das Zahlungsziel hinausUmsatzschwankungen bewegen sie; Frühzahler können säumige Konten verdeckenDSO minus Best Possible DSO
Collection Effectiveness Index (CEI)Anteil der einziehbaren Forderungen, der in der Periode eingegangen istSehr kurze Perioden, eine einzelne große Rechnung wird fällig, uneinheitliche Abgrenzung von „nicht fällig“(Anfangsbestand Forderungen + Umsatz auf Ziel/N minus Forderungsbestand am Ende) / (Anfangsbestand Forderungen + Umsatz auf Ziel/N minus nicht fällige Forderungen am Ende) x 100
Altersklassen, Anteil über 90 TageWo die überfälligen Beträge liegen und wie alt sie sindStichtage der Altersklassen uneinheitlich; nicht zugeordnete Zahlungen erscheinen als überfälligBetrag in der Altersklasse / Forderungsbestand gesamt

Formeln nach der Definition der Credit Research Foundation (CRF) in ihrem Leitfaden Performance Measures; N ist die Zahl der Monate in der Periode.

Days Sales Outstanding (DSO) bezeichnet die durchschnittliche Zahl der Tage, die ein Unternehmen braucht, um Forderungen in Geld zu verwandeln: Forderungsbestand am Periodenende mal Tage der Periode, geteilt durch den Umsatz auf Ziel. Die CRF zählt die DSO zu den Kennzahlen, die am häufigsten falsch angewendet und falsch verstanden werden.

Die DSO setzt einen Bestand ins Verhältnis zu einem Strom, deshalb ändert sie sich, sobald sich eine der beiden Seiten ändert. Die 2026 North American Working Capital Survey der Hackett Group (Oktober 2026) zeigt das: Bei den 1.000 größten börsennotierten Unternehmen Nordamerikas stieg der Umsatz um 6 %, die Forderungen insgesamt wuchsen um 11 %, und die DSO verschlechterte sich um 2,1 Tage, in 40 von 50 Branchen. Der Anstieg sagt Ihnen, dass die Forderungen schneller gewachsen sind als der Umsatz. Warum, sagt er nicht.

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Was steckt in der DSO?

Die DSO bündelt vier Dinge: Ihre Zahlungsziele, den Zahlungsverzug der Kunden, Fehler in Fakturierung und Abwicklung sowie Reklamationen und Abzüge. Ein einzelner Wert verrät nicht, welcher davon sich bewegt hat.

Die CRF nennt dieselben Bestandteile. Bei 30 Tagen Zahlungsziel und gleichmäßigem Monatsumsatz ergeben die noch nicht fälligen Forderungen allein eine DSO von etwa 30; alles darüber ist Verzug, Fehler und Reklamationen. Eine DSO von 45 bedeutet 30 Tage Zahlungsziel und 15 Tage etwas anderes.

Drei Situationen bewegen den Wert, ohne dass Kunden anders zahlen:

  • Ein Umsatzsprung oder Umsatzeinbruch. In einem starken Monat sinkt die DSO, in einem schwachen steigt sie.
  • Neue Zahlungsziele oder ein neuer Kundenmix. Stellen Sie einen Großkunden von 30 auf 60 Tage netto um, steigt die DSO, obwohl niemand einen Tag zu spät zahlt.
  • Die falsche Basis. Barverkäufe im Nenner oder uneinheitlich verrechnete Gutschriften verschieben das Verhältnis.

Die Saisonalität ist die vierte Falle: Vergleichen Sie gleiche Perioden oder nutzen Sie ein rollierendes Dreimonatsfenster. Die Countback-Methode zählt die Monatsumsätze rückwärts, bis der Forderungsbestand aufgebraucht ist, und gewichtet so die jüngsten Umsätze stärker. Bleiben Sie bei einer Methode: Eine Trendlinie, die Standard- und Countback-DSO mischt, sagt nichts aus. Die Rechenschritte finden Sie im Leitfaden zur DSO-Formel.

Was zeigen Best Possible DSO und ADD zusätzlich?

Die Best Possible DSO verwendet nur noch nicht fällige Forderungen, und die ADD ist DSO minus Best Possible DSO. Damit isoliert die ADD den durchschnittlichen Verzug, den Ihre Zahlungsziele nicht erklären.

Die CRF definiert die Best Possible DSO als noch nicht fällige Forderungen mal Tage der Periode, geteilt durch den Umsatz auf Ziel: die DSO, die Sie ohne jeden Verzug ausweisen würden. Die durchschnittliche Überfälligkeitsdauer (ADD) ist die Differenz der beiden Werte.

Ein Basismonat (illustrativ, in Euro, Monat mit 30 Tagen, 30 Tage Zahlungsziel): Forderungen von 4,5 Mio. €, davon 3,0 Mio. € nicht fällig und 1,5 Mio. € überfällig, bei einem Umsatz auf Ziel von 3,0 Mio. €. Die DSO beträgt 4,5 / 3,0 x 30 = 45 Tage, die Best Possible DSO 3,0 / 3,0 x 30 = 30 Tage und die ADD 15 Tage.

Die Best Possible DSO ist die Untergrenze, die Ihre Zahlungsziele zulassen. Liegt sie bei 30 Tagen Zahlungsziel bei 38 Tagen, haben einige Kunden längere Ziele, als Ihre Konditionen vorsehen, oder Rechnungen gehen zu spät hinaus. Der Abstand zur tatsächlichen DSO ist das, was Forderungsmanagement und Zahlungsabgleich noch holen können.

Die ADD hat zwei Schwächen. Die CRF warnt, dass sie täuschen kann: Wenn andere Kunden mit Skonto früh zahlen, verdeckt das die Entwicklung der säumigen Konten. Frühzahler drücken den Durchschnitt und verstecken die sehr späten Zahler. Und weil DSO und Best Possible DSO beide durch den Umsatz teilen, bewegt sich auch die ADD mit dem Umsatz.

Was misst der Collection Effectiveness Index, was die DSO nicht zeigt?

Der Collection Effectiveness Index (CEI) misst den Anteil der in der Periode fälligen Forderungen, der tatsächlich eingegangen ist. Er bewegt sich also nicht, nur weil sich der Umsatz bewegt hat.

Die Formel der CRF für eine Periode von N Monaten:

CEI = (Anfangsbestand Forderungen + Umsatz auf Ziel/N minus Forderungsbestand am Ende) / (Anfangsbestand Forderungen + Umsatz auf Ziel/N minus nicht fällige Forderungen am Ende) x 100

Der Zähler ist der eingegangene Betrag, der Nenner alles, was einziehbar war: Anfangsbestand plus Fakturierung, abzüglich dessen, was noch nicht fällig ist. Im Basismonat sind das (4,5 + 3,0 minus 4,5) / (4,5 + 3,0 minus 3,0) = 3,0 / 4,5 = 66,7 %: Die Kunden haben zwei Drittel dessen gezahlt, was sie hätten zahlen können. Mehr im Glossarbeitrag zum Collection Effectiveness Index.

Einen Zielwert nennt die CRF nicht, nur dass der Einzug umso wirksamer ist, je näher der CEI an 100 Prozent liegt. Leiten Sie Ihren Zielwert aus Ihrer eigenen Basis ab.

Auch der CEI täuscht, nur an anderer Stelle. Ein wöchentlicher CEI schwankt mit dem Zahllauf eines Großkunden. Eine große Rechnung, die am letzten Tag fällig wird, drückt den ganzen Monat. Und Gesellschaften, die ab unterschiedlichen Stichtagen altern, lassen sich nicht vergleichen.

Wie kann die DSO sinken, während die Überfälligkeiten wachsen?

Weil DSO und ADD durch den Umsatz teilen, senkt ein Umsatzsprung beide, selbst wenn der Einzug schlechter wird. Die tatsächliche Richtung zeigen der CEI und die überfälligen Beträge.

Gleiche Buchungslogik, drei Monate: Welche Kennzahl die Wahrheit sagt (illustrativ, in Mio. €)

KennzahlBasismonatA: Umsatzsprung, Einzug schlechterB: Umsatzeinbruch, Einzug besser
Umsatz auf Ziel3,04,52,0
Zahlungseingang3,02,73,3
Überfällig am Monatsende1,51,81,2
Forderungsbestand am Monatsende4,56,33,2
DSO (Tage)4542 (wirkt besser)48 (wirkt schlechter)
Countback-DSO (Tage)4548 (schlechter)42 (besser)
Best Possible DSO (Tage)303030
ADD (Tage)1512 (wirkt besser)18 (wirkt schlechter)
Überfälliger Anteil am Forderungsbestand33,3 %28,6 % (wirkt besser)37,5 % (wirkt schlechter)
CEI66,7 %60,0 % (schlechter)73,3 % (besser)
Überfällige Beträge1,51,8 (schlechter)1,2 (besser)

Annahmen: Monat mit 30 Tagen, 30 Tage Zahlungsziel, jede neue Rechnung ist am Monatsende noch nicht fällig, keine Barverkäufe oder Gutschriften, Anfangsbestand Forderungen 4,5 Mio. € (3,0 Mio. € nicht fällig, 1,5 Mio. € überfällig) und ein Umsatz von 3,0 Mio. € im Monat vor dem Basismonat (für die Countback-Methode).

In Szenario A steigt der Umsatz um 50 %, und die Kunden zahlen 2,7 Mio. € von einziehbaren 4,5 Mio. €. Die überfälligen Beträge steigen um 20 %, von 1,5 auf 1,8 Mio. €. Trotzdem sinkt die DSO von 45 auf 42 Tage, die ADD von 15 auf 12 und der überfällige Anteil von 33,3 % auf 28,6 %. Nur der CEI (66,7 % auf 60,0 %) und die überfälligen Beträge zeigen, dass das Team weniger eingezogen hat.

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Szenario B ist das Spiegelbild: Die Kunden zahlen 3,3 Mio. € von einziehbaren 4,5 Mio. €, und die überfälligen Beträge schrumpfen. Trotzdem steigt die DSO auf 48 Tage und die ADD auf 18, genau die Zahlen, die ein CFO hinterfragen würde, während der CEI mit 73,3 % den besten Einzugsmonat der drei markiert.

Die Countback-DSO zeigt in beiden Szenarien die richtige Richtung, weil sie die Forderungen den Umsätzen gegenüberstellt, aus denen sie entstanden sind (in A decken 4,5 Mio. € die letzten 30 Tage ab und 1,8 Mio. € 18 Tage des Vormonatsumsatzes von 3,0 Mio. €). Sie vermischt aber weiterhin Zahlungsziel und Verzug und ersetzt den CEI deshalb nicht. Die Best Possible DSO bleibt nur deshalb bei 30, weil jede neue Rechnung noch nicht fällig ist.

Welche Kennzahl beantwortet welche Frage?

Wählen Sie die Kennzahl nach der Frage: Trend (DSO), was die Zahlungsziele zulassen (Best Possible DSO), Verzug (ADD), Einzugserfolg (CEI) und Konzentration des Risikos (Altersklassen, Anteil über 90 Tage).

  1. Wird der Zahlungszyklus länger? DSO im rollierenden Fenster, jeden Monat nach derselben Methode. Verantwortlich: Controlling.
  2. Was lassen unsere Zahlungsziele zu? Best Possible DSO neben der DSO, monatlich. Verantwortlich: Leitung Debitorenbuchhaltung.
  3. Wie spät zahlen die Kunden? ADD monatlich, dazu die Altersklassen in Euro wöchentlich. Verantwortlich: Leitung Debitorenbuchhaltung.
  4. Hat das Forderungsmanagement in dieser Periode gewirkt? CEI je Sachbearbeiter oder Kundensegment, monatlich. Verantwortlich: Leitung Forderungsmanagement.
  5. Liegt das Problem im Mahnwesen oder im Zahlungsabgleich? Nicht zugeordnete Zahlungen und Akontozahlungen nach Alter, geprüft, bevor Sie eine der obigen Kennzahlen lesen. Verantwortlich: Leitung Zahlungsabgleich.

Die CRF ergänzt zwei schnelle Zustandsprüfungen: den Anteil nicht fälliger Forderungen und den Anteil über 91 Tage, also die Altersklasse über 90 Tage als Anteil am Forderungsbestand. Lesen Sie beide in Euro und in Prozent, denn Szenario A zeigt einen Prozentwert, der sich verbessert, während die Beträge schlechter werden. Zum Aufbau der Altersklassen siehe wie Sie eine Debitorenaltersliste lesen.

Segmentieren Sie, bevor Sie Durchschnitte bilden: Ein CEI von 70 % für die Gruppe kann eine Region mit 50 % und eine andere mit 85 % verdecken.

Durchschnitte verbergen auch die Ausreißer. Atradius (Westeuropa, Mai 2026) berichtet, dass in der Region etwa ein Viertel der Rechnungen nach Fälligkeit bezahlt wird und dass der verspätete Einzug die DSO leicht über die vereinbarten Zahlungsziele hebt. Genau diesen Abstand über das Zahlungsziel misst die ADD; die Altersliste zeigt, wer darin steckt.

Warum verzerren nicht zugeordnete Zahlungen alle diese Kennzahlen?

Eine eingegangene, aber nicht zugeordnete Zahlung lässt die Rechnung offen und überfällig. DSO, ADD, CEI und Altersstruktur melden dann ein Problem im Mahnwesen, das in Wahrheit ein verzögerter Zahlungsabgleich ist.

Eine Rechnung bleibt ein Offener Posten, bis eine Zahlung sie ausgleicht. In SAP erzeugt das Buchen mit Ausgleich einen Ausgleichsbeleg und schreibt Ausgleichsbelegnummer und Ausgleichsdatum in die ausgeglichenen Posten, wie die SAP-Dokumentation beschreibt. Bis dahin altert sie wie jede unbezahlte Rechnung. Wie groß der Schaden ist, hängt davon ab, wo die nicht zugeordnete Zahlung liegt:

  • Auf einem Klärungskonto für ungeklärte Zahlungseingänge. Der Forderungsbestand ist zu hoch ausgewiesen, also ist jede Kennzahl falsch.
  • Als Akontozahlung auf dem Debitorenkonto. Der Kundensaldo stimmt netto, aber die Rechnung bleibt offen. Die DSO auf Basis des Nettosaldos ist richtig; Altersstruktur, überfällige Beträge und CEI aus den Offenen Posten sind falsch, solange Ihre Berichte die Akontozahlungen nicht verrechnen.

In Zahlen (illustrativ, in Euro): Angenommen, im Basismonat bleiben 0,4 Mio. € ungeklärte Zahlungseingänge liegen, die eigentlich überfällige Rechnungen begleichen. Der Forderungsbestand zeigt dann 4,9 statt 4,5 Mio. €. Die DSO steht bei 49 statt 45 Tagen, die ADD bei 19 statt 15 und der CEI bei 57,8 % statt 66,7 %. Die Sachbearbeiter haben dieselbe Arbeit geleistet.

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Die Hackett-Studie 2026 zählt den Zahlungsabgleich zu den Faktoren, die bestimmen, wie schnell aus Umsatz Geld wird. Bauen Sie den Rückstand ab, bevor Sie einem Trend trauen: Den Abbauplan enthält der Beitrag zum Abbau ungeklärter Zahlungseingänge; die schwierigsten Fälle behandelt der Beitrag Zahlung ohne Verwendungszweck zuordnen.

Hier setzt Transformance an. ClearMatch erreicht eine Auto-Match-Quote von 95 % und durchläuft den gesamten Ablauf in unter 8 Minuten, und ohne Freigabe durch eine Person wird nichts gebucht (Kundendaten von Transformance, 2026). Für den Rest recherchiert Vero, der Agent von Transformance, aus Customer 360 heraus, holt interne und externe Informationen ein, um weitere Zuordnungen zu finden, und schlägt jede Zuordnung mit ihren Belegen vor. Eine Person gibt frei; gebucht wird entlang Ihrer Freigabegrenzen. Der Leitfaden regelbasierter Zahlungsabgleich oder KI zeigt, welche Zahlungen wohin gehen.

Wie bauen Sie ein verlässliches Kennzahlenset auf?

Legen Sie je Kennzahl eine Definition fest, berechnen Sie sie je Gesellschaft und Segment jeden Monat am selben Tag, und ändern Sie eine Methode nur mit angepasster Historie.

  • Nur der Umsatz auf Ziel im Nenner; konzerninterne Umsätze separat ausgewiesen.
  • Dieselbe Tageszählung (tatsächliche Tage oder pauschal 30) und derselbe Stichtag in jedem Monat.
  • Gutschriften jeden Monat gleich behandelt.
  • Nicht fällig oder überfällig nach dem Fälligkeitsdatum, nie nach dem Rechnungsdatum.
  • Eine Regel für strittige Posten: innerhalb der Altersklassen oder in einer eigenen Klasse für Reklamationen.

Die Datenbasis ist die Liste der Offenen Posten mit Kunde, Fälligkeitsdatum, Betrag und Ausgleichsdatum, dazu die Salden nicht zugeordneter Zahlungen und Akontozahlungen: dieselben Daten, die AR-Automatisierung aus dem ERP liest. Messen Sie drei Monate, legen Sie die Basis fest und setzen Sie dann Ziele je Segment. Der Forderungsumschlag ist die umgekehrte Sicht auf denselben Bestand; welcher Forderungsumschlag je Branche als gut gilt, zeigt ein eigener Beitrag.

Was verbessert CEI und ADD, sobald Sie sie messen?

CEI und ADD verbessern sich, wenn jede überfällige Rechnung schnell bearbeitet wird und Zahlungen zügig zugeordnet werden. Genau diese beiden Hebel automatisiert Transformance.

Ein Team, das in einer Woche ein Drittel seiner überfälligen Rechnungen erreicht, lässt zwei Drittel in die nächste Altersklasse rutschen. CollectPulse bearbeitet 100 % der überfälligen Rechnungen innerhalb von 24 Stunden, gegenüber 30 bis 40 % bei manuell arbeitenden Teams, und Vero übernimmt 60 bis 80 % der Routinekontakte (Kundendaten von Transformance, 2026). Die DSO sinkt im Durchschnitt um 8 bis 12 Tage (Kundendaten von Transformance, 2026).

Vero entscheidet anhand von Customer 360, was zuerst bearbeitet wird: Zahlungshistorie, Zahlungszusagen, offene Reklamationen und Abzüge. Ein Kunde mit offenem Abzug bekommt eine Klärungsanfrage, keine Mahnung. Eine Person gibt die Ausnahmen frei. Weil ClearMatch 95 % der Zahlungen automatisch zuordnet, arbeitet Vero nur Rechnungen ab, die tatsächlich unbezahlt sind. Weitere Hebel finden Sie im Beitrag DSO senken.

Wer Transformance einsetzt

  • ERPs: SAP S/4HANA und SAP ECC, NetSuite (auch OneWorld-Tochtergesellschaften), Microsoft Dynamics 365 Finance & Operations und Business Central sowie Odoo im Produktivbetrieb bei Kunden; Oracle und Infor werden unterstützt.
  • Größe: Mittelstand bis Großunternehmen, 250 bis über 2.000 Mitarbeitende, auch Gruppen mit mehreren Gesellschaften und Shared-Service-Centern.
  • Zahlungsvolumen: von unter 1.000 bis über 100.000 Zahlungen im Monat.
  • Branchen: Fertigung, Konsumgüter sowie Lebensmittel und Getränke, Logistik, E-Commerce, Landwirtschaft, Energie und professionelle Dienstleistungen.
  • Umfang: Zahlungsabgleich allein oder der gesamte Order-to-Cash-Prozess (Zahlungsabgleich, Abzugsmanagement, Forderungsmanagement, Liquiditätsplanung).

Fazit: Lesen Sie die DSO neben Kennzahlen, die vom Umsatz unabhängig sind

Die DSO ist eine gute Trendlinie und eine schwache Diagnose. Lesen Sie sie neben Best Possible DSO, ADD, CEI und der Altersstruktur in Euro, und bauen Sie zuerst die nicht zugeordneten Zahlungen ab. Transformance arbeitet mit Kunden wie Syngenta, Eberspächer und PwC, in Europa, den USA und Australasien.

Wichtige Begriffe

Weiterführende Beiträge

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Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen DSO, ADD, CEI und Best Possible DSO?

Die DSO ist die gesamte Zeit bis zum Zahlungseingang, die Best Possible DSO die Zeit, die Ihre Zahlungsziele zulassen, die ADD die Differenz, und der CEI ist der Anteil der einziehbaren Forderungen, der tatsächlich eingegangen ist.

Wie berechnet man den Collection Effectiveness Index (CEI)?

Der CEI ist (Anfangsbestand Forderungen plus Umsatz auf Ziel minus Forderungsbestand am Ende) geteilt durch (Anfangsbestand Forderungen plus Umsatz auf Ziel minus nicht fällige Forderungen am Ende), mal 100. Für mehrere Monate teilen Sie den Umsatz auf Ziel durch die Zahl der Monate. Mit 4,5 Mio. € Anfangsbestand, 3,0 Mio. € Umsatz, 4,5 Mio. € Forderungsbestand am Ende und 3,0 Mio. € nicht fälligen Forderungen am Ende ergibt sich ein CEI von 66,7 % (illustrativ, in Euro).

Was ist ein guter CEI oder eine gute ADD?

Die Credit Research Foundation sagt nur, dass ein CEI näher an 100 Prozent besser ist, und nennt für die ADD keinen Schwellenwert. Ermitteln Sie Ihre eigene Basis über drei Monate je Segment und Zahlungszielgruppe, und leiten Sie die Ziele daraus ab.

Mit welchen ERPs arbeitet Transformance, und welche Daten brauchen diese Kennzahlen?

Die Kennzahlen brauchen Offene Posten mit Fälligkeits- und Ausgleichsdatum sowie die Salden nicht zugeordneter Zahlungen und Akontozahlungen. Transformance hat Schnittstellen zu SAP S/4HANA, SAP ECC, NetSuite, Microsoft Dynamics 365 Finance & Operations und Business Central sowie Odoo, alle im Produktivbetrieb bei Kunden, und unterstützt Oracle und Infor.

Hängt die Wahl der Kennzahl von Unternehmensgröße oder Zahlungsvolumen ab?

Die Kennzahlen bleiben dieselben; die Segmentierung wächst. Transformance arbeitet mit Unternehmen vom Mittelstand bis zum Großunternehmen mit 250 bis über 2.000 Mitarbeitenden und von unter 1.000 bis über 100.000 Zahlungen im Monat; in dieser Größenordnung sollten Sie CEI und Altersstruktur je Gesellschaft und Segment berichten.

Wie lange dauert es, Zahlungsabgleich und Forderungsmanagement zu automatisieren?

Die ERP-Schnittstelle steht in der Regel in 2 bis 3 Tagen, Ihr IT-Team ist dabei unter Umständen beteiligt. Ein vollständiger Rollout dauert bis zu 4 bis 8 Wochen.

Was kostet Transformance?

Die Kosten hängen vom Umfang und von der Zahl der Gesellschaften ab. Termin buchen, und wir erstellen Ihnen ein Angebot.

SAP, SAP S/4HANA, Microsoft, Dynamics 365, Business Central, Oracle, NetSuite, Odoo und Infor sind Marken ihrer jeweiligen Inhaber (SAP SE, Microsoft Corporation, Oracle Corporation, Odoo S.A., Infor). Transformance ist mit diesen Unternehmen nicht verbunden und wird von ihnen nicht empfohlen.

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